Würselen aktuell März 2016

Gut Kaisersruh wird saniert

Vor dem Verfall gerettet: In Abstimmung mit der Denkmalbehörde werden Herrenhaus und Kutscherhaus wieder errichtet
Es tut sich etwas an der Ruine Gut Kaisersruh: Kommt man über die B 57 an die Stadtgrenze von Aachen nach Würselen, sieht man die Ruine des ehemals herrschaftlichen Gut Kaisersruh immer weiter verfallen, die maroden Fassaden- und Giebelreste müssen aktuell von massiven Stahlträgern gestützt werden.
Erst vor wenigen Tagen haben Rodungsarbeiten den Blick freigegeben auf die zu erahnende Schönheit des klassizistischen Herrenhauses mit dem nebenliegenden Kutscherhaus. Noch sind nur der Portikus am Haupteingang zu erkennen, im früheren Garten zeugt ein Wandbrunnen von vergangener Poesie.
Die zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Freiherr von Fisenne errichtete Hofanlage hatte 1818 den russischen Zaren Alexander I. anlässlich des Monarchenkongresses zu Gast und wird seither als Gut Kaisersruh bezeichnet. In seiner bewegten Geschichte, unter anderem mit einem stattlichen Anbau des Herrenhauses zu Beginn des 20. Jahrhunderts, hat das Gut unterschiedliche Nutzungen und vor allem auch in den letzten Jahren einige, leider vergebliche Bemühungen beim Wiederaufbau sowie in der Verwendung erleben müssen. Doch jetzt hat sich das Blatt gewendet: Ein ortsansässiger Investor erhielt zu Jahresbeginn die Genehmigung des Bauamtes für den Wiederaufbau. Es scheint ganz so, als würden die Gebäude nunmehr aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen.
Die Pläne sehen vor, in Abstimmung mit der Denkmalbehörde das Herrenhaus und das Kutscherhaus wieder so zu errichten, wie sie ursprünglich aussahen. Als Verbindung zwischen den beiden Gebäuden ist eine optisch ansprechende Erschließung, im spannenden Kontrast zu beiden Gebäuden, vorgesehen.
Sichtbar werden für Passanten von der Aachener Straße aus die klassizistischen Fassade des Herrenhauses mit ihrer klaren Schnörkellosigkeit und den schlanken Säulen an der Eingangsseite, und seitlich der frühere Anbau im neobarocken Stil mit nach oben abgerundeten Fensterlaibungen, Stuckbögen und Rankenornamenten. Von der Küttgensallee fällt der Blick auf beide Gebäude – Herrenhaus und das niedrigere, zweigeschossige Kutscherhaus.
Der neue Eigentümer, der Aachener Unternehmer Franko Neumetzler, hat kürzlich den positiven Baubescheid erhalten und unter Beachtung des Bundesnaturschutzgesetzes die notwendigen Rodungsarbeiten vorgenommen. Mit dem Wiederaufbau von Gut Kaisersruh soll bereits innerhalb der nächsten drei Monate begonnen werden. Beauftragt wurde dafür ein regionales, auf die Wiederherstellung von denkmalgeschützten Gebäuden spezialisiertes Unternehmen. Demnächst wird also der traurige Anblick des Verfalls von Gut Kaisersruh endlich der Vergangenheit angehören.
Mit Beendigung der Bauarbeiten wird hier eine repräsentative Büroimmobilie mit rund 1.700 Quadratmetern Nutzfläche zur Verfügung stehen. Dies in bester Lage und mit hervorragender Anbindung an das Straßennetz. Ein Kleinod, das der Eigentümer auch für die Ansiedlung seiner eigenen unternehmerischen Aktivitäten nutzen wird, welches sich aber auch künftigen Mietern und für Interessenten als attraktiver Firmensitz anbietet. Von dem Wiederaufbau dürften neben dem Denkmalschutz auch die Nachbarn und Anlieger, wie nicht zuletzt auch interessierte Unternehmen der Region Aachen profitieren.
Bürgermeister Arno Nelles zeigte sich für die Stadt Würselen sehr erfreut über diese Entwicklung und diese Investition: „Endlich hat der leidige Zustand des altehrwürdigen Herrschaftshauses ein Ende und das ‚Gut Kaiserruh‘ wird so wieder zum Leben erweckt werden“.
Spielecke fürs Würselener Sozialamt realisiert

Eine niegelnagelneue Spielecke konnte Bürgermeister Arno Nelles jetzt im Rathaus übernehmen, die Auszubildende der Lumileds Germany GmbH gebaut und zur Verfügung gestellt haben.
Die Auszubildenden der Lumileds Germany GmbH engagieren sich schon seit geraumer Zeit im Rahmen der Flüchtlingshilfe. Zahlreiche Projekte, wie etwa die Unterstützung bei der Kleiderspendenausgabe einer anderen Kommune, das Sammeln von Babyartikeln und das Aufstellen eines Wunschbaumes für Flüchtlingskinder sind Beispiele, um die sich die jungen Leute mit großem Engagement, hoher Motivation und mit vollen Elan gekümmert haben.
Als ein weiteres abschließendes Projekt hat Lumileds den Städten der StädteRegion Aachen und der Stadt Aachen selber zehn Kinderspielecken im Gesamtwert von 6.000 €uro für die Aufenthaltsbereiche der Sozialämter zur Verfügung gestellt. Dazu wurden 200 Malbücher inklusive Malstiftesets ausgehändigt.
Bürgermeister Arno Nelles und Erster Beigeordneter Werner Birmanns nahmen die Spielecke freudig wie dankbar entgegen, die die Jugendlichen zuvor selber noch zusammenbauten. Mit ihrem Geschäftsführer Willi Thelen, ihrem Ausbildungsleiter Martin Clermont legten Sara Franzen, Giulia Ewald, Lars Janssen und Niko Bambynek Werkzeug und Hand an, um die Stühle und Tische end zu montieren.
„Mit dieser Maßnahme möchten wir die hervorragende Eigeninitiative der Auszubildenden an unserem Standort Aachen fördern zum anderen aber auch ein Zeichen setzen, dass die Bewältigung der Aufgaben im Rahmen der Flüchtlingshilfe nur gemeinsam von allen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft zu meistern ist“, betonte Willi Thelen bei der Übergabe vor Ort im Würselener Rathaus.

60 französische Realschüler zu Gast in der „Düvelstadt“

Seit 35 Jahren gehören regelmäßige Besuche zum Austausch- und Schulprogramm des Collège Saint Augustin in Morlaix und der Würselener Realschule.
Derzeit halten sich 60 Schüler aus der Partnerstadt in Würselen mit ihren Lehrern auf und lernen damit „Land und Leute“ kennen. Abwechselnd reisen Würselener Schüler nach Morlaix und in dem darauf folgenden Jahr französische Schüler nach Deutschland. Diesmal waren es die Franzosen, die nach Deutschland kamen. Die 60 Jugendlichen aus Morlaix wurden dabei auch durch Bürgermeister Arno Nelles empfangen. In das Rathaus auf dem Morlaixplatz lud der Erste Bürger der Stadt die jungen Leute ein. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Séverine Charles folgten sie der Einladung des Würselener Bürgermeisters und erfuhren durch ihn im Beisein auch von Vertreterinnen der Deutsch-Französischen Gesellschaft mehr über ihre Partnerstadt. Die hiesige „Kontaktlehrerin“ Anja Friderichs war mit weiteren Lehrkräften der hiesigen Realschule ebenso in das Rathaus gekommen. 30 der französischen Schüler sind in Würselener Gastfamilien untergebracht; die andere Hälfte wohnt in der Aachener Jugendherberge. Gemeinsam lernen sie bei ihrem Besuch in Deutschland nicht nur ihre Partnerstadt Würselen besser kennen. Der Besuch im Rathaus war dabei nur der Auftakt. Bei einer Stadtführung durch Würselen lernen sie Würselen und deren wechselvolle Geschichte näher kennen, besuchen Aachens Altstadt, den Dreiländerpunkt und besichtigten eine Printenbäckerei in Aachen. Aber auch Bonn und Köln waren Stationen weiterer Besuche.

Neuer Vorstand im Frauennetzwerk StädteRegion Aachen

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Frauennetzwerkes StädteRegion Aachen wurde der Vorstand des Netzwerkes, in dem 50 Frauenorganisationen aus der Region ion Aachen eng zusammenarbeiten, neugewählt. Die Vorstandswahlen wurden außerplanmäßig nach dem Rücktritt von Christiane Feldmann notwendig, die nach 5 jähriger Vorstandstätigkeit eine neue berufliche Herausforderung beim Zentrum für Förderpädagogik der deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen als Koordinatorin des Kompetenzzentrums gefunden hat.
Als neue Vorsitzende wurde Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, Aachen gewählt. Als Stellvertreterinnen wurden Silke Tamm-Kanj, Gleichstellungsbeauftrage der Stadt Würselen und Renate Wallraff, Fachstelle gegen häusliche Gewalt /Beratungszentrum, Alsdorf, gewählt, damit sind zwei aktive Frauen aus der StädteRegion im Vorstand vertreten. Als Beisitzerinnen konnten Kay Hohmann, Picco Bella gGmbH, Aachen den Ann-Katrin Steibert, DGB Region NRW Süd West, Aachen. Weiterhin im Vorstand sind Ursula Becker, Die Grünen, Aachen und Nadine Neumayer, Jobcenter, StädteRegion Aachen.
In dem Frauennetzwerk StädteRegion Aachen engagieren sich seit über 20 Jahren 50 Frauenorganisationen aus der StädteRegion. Hier wird Vernetzung, Austausch und Solidarität aktiv gelebt. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit steht die Aufgabe die Argumentationskraft der Frauen aus der Region zu bündeln, Unterstützung zu bieten und Synergieeffekte zu erzielen. In der gemeinsamen inhaltlichen Arbeit, wie zum Beispiel bei der Unterstützung der Veranstaltung One Billion Rising am 14.02.2016, werden wichtige frauenpolitische Impulse gesetzt. Das Frauennetzwerk macht die Kompetenzen von Frauen sichtbar und trägt in seiner Arbeit dazu bei den Weg zur Gleichberechtigung zu ebnen. Hier treffen sich partei- und konfessionsübergreifend Frauen aus allen Generationen, um Frauenpositionen in allen Lebensbereichen zu stärken und in Politik und Gesellschaft zu transportieren.
In sieben Fachausschüssen arbeiten Frauen aus den Mitgliedsorganisationen mit interessierten Frauen aus der Region zusammen, um über Themen wie die Frauenquote, Prostitution, Gewalt, Arbeitswelt, Bildung und die Situation Alleinerziehender zu sprechen und gemeinsame Aktionen zu planen. Auf der Internetseite des Frauennetzwerkes finden sich weitere Informationen zu den Gruppen und deren Kontaktpersonen.
Die nächste geplante Aktion des aktiven Netzwerkes ist die Frauenbildungswoche vom 18.-22.04.2016. Bereits zum achten Mal werden hier Workshops aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen von Frauen für Frauen angeboten. So kann zum Beispiel einen Abend lang gelernt werden, das eigene Fahrrad zu reparieren oder sich mit dem Thema Selbstständigkeit unter professioneller Anleitung auseinandersetzen.
Erfreulich groß ist dieses Jahr das Angebot: in 45 Workshops dreht sich alles um die berufliche und persönliche Weiterentwicklung, es gibt Angebote aus den Bereichen Life-Work-Balance, Kreativität, Gesundheit und den neuen Medien. Ein besonderes Anliegen ist dem Frauennetzwerk die Förderung junger Frauen. Deshalb bietet die Frauenbildungswoche diesmal zwei kostenfreie Workshops speziell für diese Zielgruppe an.
Für die Zukunft plant das Frauennetzwerk Veranstaltungen zum Thema Ehegattensplitting und Frauen in den Weltreligionen.

Pflegeeltern für junge Flüchtlinge gesucht

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist in Deutschland seit August 2015 drastisch gestiegen – so auch in Würselen.
Die Gründe hierfür sind vielfältig. Vor allem der Bürgerkrieg in Syrien, der Terror des IS im Irak und der Taliban in Afghanistan, die Unterdrückung des Volkes in Eritrea und der Bürgerkrieg in Somalia, sind schwerwiegende Fluchtgründe. Zum anderen verschärfen sich die Lebensbedingungen in den Lagern in der Türkei und dem Libanon. Die meisten Familien haben nur Geld, um die Flucht einer Person oder nur der Kinder zu bezahlen. In der Hoffnung auf Familiennachzug werden sie auf die riskante Flucht mit Hilfe von illegalen Schleppern geschickt. Im letzten Jahr waren circa 25 Prozent aller Flüchtlinge, die in Deutschland einen Asylantrag gestellt haben, unter 18 Jahre alt. Sie werden von den Jugendämtern betreut. Eine – und für viele minderjährige Flüchtlinge die beste – Form der Betreuung ist die Unterbringung in einer Pflegefamilie, die bereit ist, den jungen Menschen bei sich zu Hause aufzunehmen, zu versorgen und in dieser schwierigen Lebenssituation zu unterstützen. Hierzu bedarf es der Offenheit gegenüber der fremden Kultur, der Toleranz gegenüber einer anderen Religion und der Aufgeschlossenheit gegenüber dem jungen Menschen, mit seinen familiären Bezügen in der Heimat.
Die Stadt Würselen sucht Familien, die bereit sind, sich dieser Aufgabe zu widmen und für einen jungen Menschen „Lotsen“  in einer schwierigen Zeit und in einer fremden Welt zu sein.  Interessenten an dieser Aufgabe wenden sich bitte an Stephan Schillings und Gabriele Eschweiler vom Pflegekinderdienst der Stadt Würselen unter Telefonnummer 02405/67-327 oder 02405/67-337.

Technik- und Bauausschuss der Stadt Würselen tagt am 10. März

Am Donnerstag, 10. März, findet um 17.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses auf dem Morlaixplatz 1 eine Sitzung des Technik- und Bauausschusses der Stadt Würselen statt.
Auf der Tagesordnung stehen folgende Beratungspunkte:

  • Fragestunde für Einwohner
  • Wirtschaftsplan für das Forstwirtschaftsjahr 2016
  • Forsteinrichtung für den Stadtwald Würselen (Planungszeitraum 01.01.2015 – 31.12.2014)
  • Sicherung des Fußgängerbereiches und der Rinne am Markt
  • Anfragen und Mitteilungen

Die Einladung zur Sitzung sowie die Tagesordnung und die Beratungsunterlagen stehen im Ratsinformationssystem der Stadt Würselen zum Herunterladen zur Verfügung, das im Internet unmittelbar über den Link http://ratsinfo.wuerselen.de/bi oder über die Homepage der Stadt Würselen, www.wuerselen.de | Rat und Politik | Ratsinformationssystem zu finden ist. Die Sitzung findet öffentlich statt, so dass Interessierte Teilnahme eingeladen sind.

Aus „Sei mir ein Vater“ liest Anne Gesthuysen im „Alten Rathaus“

Aus ihrem jüngsten Roman „Sei mir ein Vater“ liest Anne Gesthuysen am Freitag, 11. März, 19.30 Uhr, im Kulturzentrum „Altes Rathaus“ der Stadt Würselen.
„Unterhaltung in bestem Familien-Geburtstags-Kaffeetafel-Plauderton“, lobte der „Spiegel“ den ersten Gesthuysen-Roman „Wir sind doch Schwestern“.
Jetzt präsentiert die Autorin ihr neues Buch: eine ungewöhnliche Familiengeschichte, ein faszinierendes Künstlerinnen-Porträt und eine spannende Spurensuche zwischen Niederrhein und Paris.
Im Mittelpunkt: das spektakuläre Leben einer französischen Malerin. Ihre ungewöhnliche Karriere, ihre bedingungslose Liebe zum sozialistischen Minister Sembat, ihre innige Freundschaft zu Matisse, ihre Abenteuer im Paris der Belle Époque.
Karten zur Autorinnenlesung gibt es im Vorverkauf zum Preis von 9 Euro zuzüglich Gebühren bei allen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse zum Preis von 12 Uhr. Informationen gibt es telefonisch unter 02405/67-336.

Franz Liszt in Wort und Musik im „Alten Rathaus“ zu erleben

Franz Liszt war ein Multitalent. Er war Erfinder des Klavierabends und dessen größter Interpret, war Komponist, Buchautor, Regisseur, Erfinder des modernen Dirigierens, der Sinfonischen Dichtungen und der impressionistischen Musik.
Zudem eine Persönlichkeit der Superlative, Liebling der Frauen, dreifacher Familienvater, Revolutionär, Kritiker der katholischen Kirche.
Lutz Görner begegnet zusammen mit der jungen Ausnahmepianistin Nadia Singer diesem außergewöhnlichen Künstler in Wort und Musik am Sonntag, 13. März, 17 Uhr, im Kulturzentrum „Altes Rathaus“, Kaiserstraße 36.
Karten dazu gibt es im Vorverkauf bei allen Vorverkaufsstellen und über www.lutzgoerner.de zum Preis von 24 Euro zuzüglich Gebühren und zum Preis in Höhe von 28 Euro an der Abendkasse.
Informationen gibt es telefonisch unter 02405/67-336.

Quelle: Stadt Würselen

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