Baesweiler: Schulentwicklungsplanung in Baesweiler

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    Bereits in der Sitzung des Schulausschusses am 06.05.2014 wurde unter TOP 3 die Schulentwicklungsplanung (SEP) der Stadt Baesweiler beraten. Die Verwaltung führte seinerzeit aus, dass insbesondere die Auspendlerzahlen zu den Gesamtschulen nach Alsdorf und Übach-Palenberg gravierend seien.

Schulentwicklungsplanung in Baesweiler

Bereits in der Sitzung des Schulausschusses am 06.05.2014 wurde unter TOP 3 die Schulentwicklungsplanung (SEP) der Stadt Baesweiler beraten. Die Verwaltung führte seinerzeit aus, dass insbesondere die Auspendlerzahlen zu den Gesamtschulen nach Alsdorf und Übach-Palenberg gravierend seien. Es stellte sich also die Frage, wie man mit diesen für Baesweiler unerfreulichen Zahlen umgehen sollte.

Seitens der Verwaltung ist man bestrebt zu verhindern, dass Eltern ihre Kinder an Gesamtschulen außerhalb der Stadt Baesweiler anmelden. Gleichzeitig sollte aber die Realschule vor Ort, die ein enorm hohes Ansehen genießt und einen hervorragenden Ruf hat, erhalten werden. Die Fortexistenz der Realschule und des Gymnasiums ist nach Ansicht der Verwaltung sehr wichtig und bei der Gestaltung der Schullandschaft in Baesweiler unbedingt zu berücksichtigen.

Allerdings hat die Bezirksregierung in den letzten Jahren immer darauf hingewiesen, dass eine eigenständige Gesamtschule für Baesweiler nicht genehmigt wird. Aufgrund dessen hatte die Verwaltung erneut die Möglichkeit, ein Gespräch mit der Bezirksregierung Köln zu führen.

Wie bereits in der oben genannten Sitzung ausgeführt, ist durch die Bezirksregierung im letzten Beratungsgespräch durchaus anerkannt worden, dass die Schülerzahlen in Baesweiler, bezogen auf die Schüler mit einer Haupt- oder Realschulempfehlung, für die dauerhafte Errichtung einer eigenständigen Gesamtschule ausreichen würden. Gleichwohl werde man diese Schulform für Baesweiler nicht befürworten. Man sieht seitens der Bezirksregierung eine Gesamtschule nicht als genehmigungsfähig an. Die Bezirksregierung äußerte allergrößte Bedenken. Eine Genehmigung konnte man sich nicht vorstellen.

Aufgrund der oben dargestellten Erkenntnisse hat die Verwaltung in der Sitzung am 06.05.2014 vorgeschlagen, zunächst Gespräche mit den Nachbarkommunen zu führen und im Anschluss daran ein weiteres Gespräch mit der Bezirksregierung Köln zu vereinbaren.

Der Schulausschuss beauftragte daraufhin die Verwaltung mit der oben genannten Vorgehensweise und die Erkenntnisse aus diesen Gesprächen anschließend im Schulausschuss vorzustellen.

Diese Gespräche sind auf der Grundlage geführt worden, die Alternativen zu ermitteln um sie alsdann auf Realisierbarkeit und Zustimmung aller Seiten zu prüfen und gegebenenfalls Schritt für Schritt weiter zu entwickeln.

Aus dem Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt Übach-Palenberg ergab sich der folgende, noch im Einzelnen zu prüfende theoretische Ansatz. So kommt eine mögliche Kooperation der Kommunen Baesweiler und Übach-Palenberg im Sinne der Errichtung eines Teilstandortes der Gesamtschule Übach-Palenberg hier vor Ort in Baesweiler in Betracht. Bei dieser Lösung ist die 6-zügige Fortsetzung der Gesamtschule Übach-Palenberg/Baesweiler notwendig. Der Bestand der Realschule Baesweiler wäre bei dieser Lösung, bei einer von der Bezirksregierung vorgegebenen notwendigen Beschränkung auf maximal 3 Züge pro Jahrgang, gesichert. Darüber hinaus würde die GHS Goetheschule auslaufend gestellt, d.h. es würde keine neue Eingangsklasse ab dem Schuljahr 2015/2016 mehr gebildet. Die derzeitigen Schülerinnen und Schüler der Goetheschule würden aber den angestrebten Abschluss dort noch erreichen können.

Ab dem Schuljahr 2015/2016 könnte dann parallel in den Räumlichkeiten der Goetheschule die Dependance der Gesamtschule Übach-Palenberg an den Start gehen.

Die Verwaltung hat bei allen Gesprächen den Vorbehalt der Zustimmung des Ausschusses und des Stadtrates zum Ausdruck gebracht.

Folgende Verfahrensschritte wären notwendig, um einen Teilstandort der Gesamtschule Übach-Palenberg in den Räumlichkeiten der Goetheschule zu errichten:

Ø  Vorstellung und Erläuterung des Vorhabens im Schulausschuss;

Ø  Durchführung einer Elternbefragung mit vorgeschalteter Elterninformation;

Ø  Beteiligung und Herbeiführung einer Empfehlung des Schulausschusses für den Stadtrat;

Ø  ordnungsgemäßer Ratsbeschluss (§ 81 Absatz 2 SchulG NRW);

Ø  Einholung einer schulfachlichen Stellungnahme des Schulamtes;

Ø  Schülerzahlenprognose für fünf Jahre ab Maßnahmenbeginn (mittlerer Prognosezeitraum);

Ø  Begründung des Vorhabens unter Darlegung einer gemeinsamen, anlassbezogenen Schulentwicklungsplanung -Beschluss des Stadtrates- (§ 80 Absatz 6 SchulG NRW);

Ø  Aussagen zu den Auswirkungen auf die übrige Schullandschaft im Bereich des Schulträgers und im benachbarten regionalen Umfeld – interkommunaler Konsens (§ 80 Absatz 2 SchulG NRW);

Ø  Angaben zur Finanzierbarkeit der Maßnahme (Stellungnahme des Kämmerers; ggf. Finanzaufsicht);

Ø  Angaben zur Zügigkeit;

Ø  Errichtungstermin;

Ø  Klärung der Standortfrage;

Ø  Erklärung des Schulträgers, ab welchem Zeitpunkt die sachlichen Errichtungsvoraussetzungen erfüllt sein müssen;

Ø  Erklärung zur Gewährleistung der ordnungsgemäßen Schulanlagen, Gebäude und Einrichtungen gemäß § 79 SchulG NRW.

Eine mögliche Gesamtschule Übach-Palenberg/Baesweiler muss mindestens 6-zügig geführt werden. Inwieweit sich diese Züge auf die einzelnen Standorte aufteilen, verbleibt in der Entscheidung der Schulträger. Eine Oberstufe könnte es jedenfalls ausschließlich am Standort Übach-Palenberg geben.

Die Städte Baesweiler und Übach-Palenberg wollen ihre Schulentwicklungsplanung auch unter Berücksichtigung der demografischen Entwicklung miteinander abstimmen. Entsprechende Gespräche wurden bereits unter der schulfachlichen Beratung der Bezirksregierung Köln geführt.

Nun müssen diese Gespräche mit den Schulleitungen fortgesetzt werden.

Beide Städte haben erkannt, dass die besten Lösungen für Kinder nur gemeinsam und in vertrauensvoller Zusammenarbeit gefunden werden. Dass dies auch kreisübergreifende Zustimmung gefunden hat, verdient besondere Erwähnung.

Unter dem Vorbehalt der oben dargestellten noch sehr umfangreichen Prüfungs- und Beteiligungsschritte ist festzustellen, dass dieser Lösungsansatz ein breites Schulangebot in Übach-Palenberg und Baesweiler auf Dauer sichern würde. Den Baesweiler Schülerinnen und Schülern würde neben dem Angebot des Gymnasiums und der Realschule ein wohnortnahes Gesamtschulangebot unterbreitet.

Quelle: Stadt Baesweiler

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